Wenn der Körper spricht - und wir nicht mehr zuhören

Was läuft hier schief? Über Zahlen und Lösungen die wir nicht sehen wollen

Liebe Leserinnen und Leser


Jede zweite Person erlebt im Lauf ihres Lebens eine psychische Erkrankung.
Über ein Drittel der Schweizer leidet unter chronischen Rückenschmerzen.
Bis zu 70 Prozent der Rückenoperierten haben danach weiterhin Schmerzen.

Was läuft hier schief?
Die Zahlen, die wir nicht sehen wollen

Lassen Sie mich konkret werden: 
Über ein Drittel der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren litt 2017 unter akuten und chronischen Rücken- und Kreuzschmerzen. 34’512 Patientinnen und Patienten mussten allein in diesem Jahr wegen Rückenschmerzen stationär behandelt werden.
Zwischen 2005 und 2016 wurden im Schweizer Spine Tango Register 35’166 Wirbelsäulenoperationen erfasst – wobei dieses Register geschätzt nur 15 bis 18 Prozent aller Wirbelsäuleneingriffe erfasst. Die tatsächliche Zahl liegt also deutlich höher.


International zeigt sich ein ähnliches Muster: In den USA stieg die Zahl der Wirbelsäulenversteifungen zwischen 1993 und 2011 von 61’000 auf 450’000 jährlich. Eine Versiebenfachung in weniger als zwanzig Jahren.
Und dann die unbequeme Wahrheit: 10 bis 40 Prozent aller Rückenoperierten entwickeln das sogenannte Failed Back Surgery Syndrome (FBSS) – anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen nach der Operation. Manche Studien sprechen sogar von bis zu 60 bis 70 Prozent der Patienten, die nach Rückenoperationen chronische Schmerzen behalten.

Mehr Operationen. Mehr Schmerzen. Aber keine Lösungen.
Die Psyche zeigt dasselbe Muster

Und es sind nicht nur die Rücken, die schmerzen. Auch die Psyche zeigt dasselbe Muster.
Eine Studie der Harvard University und der Universität Queensland bestätigt: Jede zweite Person erlebt im Lauf ihres Lebens eine psychische Erkrankung.

Das ist keine Ausnahme mehr. Das ist Normalität.

Die Wartelisten für Therapieplätze sind endlos. Die Diagnosesysteme werden immer feiner, immer umfassender. Das psychiatrische Diagnosehandbuch hatte in der ersten Auflage 100 Seiten – heute sind es 1’000. Dreimal so viele Diagnosen.

Es gibt Diagnosen wie die kindliche bipolare Störung, die zwischen 1990 und 2000 um das 40-fache gestiegen ist.
Werden wir wirklich immer kränker? Oder finden wir einfach immer mehr, weil wir immer genauer hinschauen?


Das gemeinsame Muster

Ob Rückenschmerzen oder Depression, ob Burnout oder Bandscheibenvorfall – es gibt ein gemeinsames Muster:
Wir haben die Kompetenz für unsere eigene Gesundheit verloren.

Ich sehe es in meiner Praxis, bei Freunden, überall:
Wir haben verlernt, unserem Körper zuzuhören.
Wir geben gerne ab. Die Verantwortung. Wir freuen uns auf eine Diagnose – ein Wort, lateinisch oder griechisch – und dann fühlen wir uns erleichtert. Endlich hat es einen Namen.

Doch es ändert nichts daran, wie wir damit umgehen müssen.
Was fehlt, ist der Bezug zu uns selbst, zu unserem Körper – und ein Gespür dafür, wann wir wirklich professionelle Unterstützung brauchen und was wir selbst tun können, damit es uns besser geht.

Zeit, die niemand mehr hat
Genauso ist die Zeit ein Einflussfaktor, den wir unterschätzen.
Heilung braucht Zeit. Ein Heilungsprozess nimmt Zeit in Anspruch. Doch in unserer schnellen Gesellschaft, in der Leistung alles ist, geben wir uns keine Zeit mehr.
Gleichzeitig sehe ich den anderen Trend: Viele sind schnell überfordert. Sie wissen nicht mehr, was das „richtige, das gute“ Mass ist.
Wann ist es zu wenig? Wann ist es zu viel?
Wie spürt jemand eine klare und gute Grenze? Wann brauche ich Bewegung – wann brauche ich Erholung? Welche Bewegung tut mir gut? Wie kann ich einen Alltag gestalten, der mich lange gesund hält? 

Der Körper weiss es
Es gibt etwas, das Ihnen unmittelbar hilft, dieses Gleichgewicht zu spüren:
Ihr Körper.
Der Körper verbindet unbewusste Bedürfnisse mit bewusstem Verstand. Er verbindet körperliche Belange mit der Klarheit für Entscheidungen und deren Konsequenzen.
Der Körper ist ein Seismograph – ein feines Instrument, das Ihnen hilft, eine gesunde Balance zu finden.
Doch nur, wenn Sie lernen, ihm zuzuhören.
Bevor er Sie dazu zwingt. Es ist immer besser, Veränderung freiwillig zuzulassen, als vom einigen Körper durch Krankheit dazu gezwungen zu werden. 


Die Einladung
Am 30. Mai 2026 gibt es wieder die Gelegenheit, die eigene Bewegung als Medizin zu erfahren.
Sie lernen:
    •    Den Körper als seismographisches Instrument zu nutzen, das Ihnen hilft, eine gesunde Balance zu finden
    •    Wie Ihre Haltung Ihr Verhalten beeinflusst
    •    Gratis dazu: Wie Ihre emotionale Befindlichkeit durch Ihre Körperhaltung beeinflusst wird

BEWEGUNG ALS MEDIZIN
🗓 Termin: Freitag, 30. Mai 2026🕗 Zeit: 08:30–12:00 Uhr📍 Ort: Vorderdorfstrasse 46, 8753 Mollis💰 Kosten: CHF 200.–👥 Max. 6 Teilnehmende
Lernen Sie, die Sprache Ihres Körpers zu verstehen – bevor er schreien muss.

PS: Die Zahlen zu Rückenschmerzen und psychischen Erkrankungen, die ich in diesem Newsletter teile, sind Teil meines Buches «Balance statt Schmerz – Über den Körper zur gesunden Identität», das in Kürze erscheint.


Darin zeige ich, wie Sie die Sprache Ihres Körpers verstehen lernen – und wie Haltung, Bewegung und Identität zusammenhängen.
Wenn Sie informiert werden möchten, sobald das Buch verfügbar ist, schreiben Sie mir an info@the-balance-academy.ch.

Herzlich 

Juliane von der THE BALANCE ACADEMY